Interessante Disikussion zum 40. Jahrestag des Reaktorunfalls von Tschernobyl

 

  

Sonntag, 26. April 2026

Die Sonntagsrunde mit Burkhard Müller-Ullrich: Vierzig Jahre Tschernobyl-Panik

Fritz Vahrenholt, Johannis Nöggerath und Thomas Eisenhuth

diskutieren mit Burkhard Müller-Ullrich am 40. Jahrestag des Reaktorunfalls von Tschernobyl über die Medienmärchen, die zum Thema Nukleartechnik bis heute verbreitet werden, über die politischen Fehlentscheidungen, die vor allem in Deutschland getroffen wurden, und über den Stimmungsumschwung in der Bevölkerung angesichts der verheerenden Deindustrialisierung durch Energiemangel.

 

Der österreichische Energieunternehmer Thomas Eisenhuth

Beruflicher Werdegang

Thomas Eisenhuth ist als Energie‑ und Stromhandelsunternehmer in Österreich tätig und vor allem mit dem Thema Kleinkraftwerke, Wasserkraft und dezentrale Stromerzeugung verbunden. Er ist Geschäftsführer und Gesellschafter mehrerer Unternehmen in der Branche, unter anderem der AE Stromvermarktungs GmbH sowie der Alpenenergie Handels GmbH und damit verbundener Handels‑ und Plattform‑Gesellschaften in Niederösterreich.

 

der Kernkraftingenieur Dr. Johannis Nöggerath, ehemaliger Präsident der Schweizerischen Gesellschaft der Kernfachleute,

Dr. Johannis Nöggerath ist ein Schweizer Kernkraftingenieur und langjähriger Fachmann im Bereich Kernenergie, Sicherheit und Alterungsmanagement von Kernkraftwerken. Er ist vor allem für seine technischen und sicherheitspolitischen Stellungnahmen sowie seine Rolle im Schweizer Nuklearbereich bekannt.

Nöggerath vertritt eine eher pro‑nukleare, ingenieurwissenschaftlich fundierte Sichtweise und betont regelmäßig, dass Kernkraftwerke im Vergleich zu anderen Infrastrukturen (z.B. Brücken oder Flughäfen) ähnlich lange und sicher betrieben werden können, wenn sie richtig gewartet und überwacht werden. In öffentlichen Debatten (etwa im Rahmen von „Die Sonntagsrunde“ zum 40. Jubiläum von Tschernobyl) tritt er kritisch gegenüber der von ihm wahrgenommenen „Panik“ und „Medienmärchen“ zur Kernenergie auf und diskutiert mit anderen Energie‑ und Umweltpolitikern über die Folgen der Nuklearausstiege vor allem in Deutschland.

 

Prof. Fritz Vahrenholt, ehemaliger Umweltsenator von Hamburg und ehemaliger Vorstandsvorsitzender großer Energieunternehmen

Prof. Dr. Fritz Vahrenholt (*8. Mai 1949) ist ein deutscher Chemiker, ehemaliger SPD‑Politiker, Energiemanager, der vor allem als Umweltsenator von Hamburg und Vorstandsvorsitzender großer Energieunternehmen bekannt ist.

Politische Laufbahn (Hamburg)

Vahrenholt war von 1991 bis 1997 Umweltsenator in Hamburg und davor Staatsrat (Staatssekretär) in der Hamburger Umweltbehörde. Zu seinen Schwerpunkten gehörten ein umfassender Umbau der Stadtentwässerung und Abfallwirtschaft, der Bau von Müllverbrennungsanlagen, der Ausstieg aus der Deponie Schönberg sowie Altlastensanierungen (z.B. in der Bille‑Siedlung, am Giftmüllberg Georgswerder und am Standort Boehringer). Unter seiner Mitwirkung wurden zudem zahlreiche Flächen – darunter rund 860 Hektar Kirchwerder Wiesen – als Naturschutzgebiete ausgewiesen.

 

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